Trotz Vollbeschäftigung: die Arbeit der echten Profis sollte immer wertgeschätzt werden.
Derzeit ist das Baugewerbe, wie schon seit mehreren Jahren, von einer starken Wirtschaftstätigkeit geprägt. Der Sektor hält trotz einer gewissen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt und trotz einer leichten Erhöhung der Arbeitslosigkeit 2025, seine Dynamik aufrecht. In vielen Unternehmen bleiben die Auftragsbücher manchmal über mehrere Monate hinweg gut gefüllt, was ein positives Zeichen ist.
Der Umstand einer quasi Vollbeschäftigung sollte jedoch nicht dazu führen, die Bedeutung der Wahl eines qualifizierten Handwerkers, der Mitglied seines Berufsverbands ist, zu vernachlässigen. Wir stellen nämlich oft fest, dass die Arbeitgebersekretäre von Kunden angesprochen werden, die von skrupellosen Firmen schlechte Leistungen in Folge von nicht eingehaltenen Versprechen erhalten haben. Manche Kunden werden von aussergewöhnlich niedrigen Angeboten, wirklichkeitsfremden Fristen, oder überaus ehrgeizigen Projekten angezogen und finden sich Ausführungen gegenüber, die von nicht ausreichender Qualität sind, oder die Regeln des Handwerks nicht einhalten.
Solche Praktiken schaden allen betroffenen Berufen. Es scheint illusorisch, diese Akteure systematisch zu erkennen und zu bestrafen, denn dies wäre ein Kampf ohne Ende. Dagegen ist es wirklich wichtig, die Arbeit der qualifizierten Fachleute aufzuwerten und die Anfragen bei anerkannten Unternehmen, die ihren Berufsverbänden angehören, zu fördern.
Kommunikation zu diesem Thema bleibt gerade in Krisenzeiten unabdingbar, ist jedoch auch in Phasen mit günstigerer Konjunktur von Bedeutung.
Das Wallis empfängt seine Westschweizer Kollegen.
Drei Mal im vergangenen Jahr hatten bestimmte Walliser Berufsverbände Gelegenheit, ihre Westschweizer Berufskollegen zu empfangen.
Am 28. März fand die Generalversammlung des Instituts Holzindustrie Westschweiz (IBSR) in Marécottes statt. Sie drehte sich um den Energiewandel. Bei dieser Gelegenheit hob der Präsident Gaspard Studer die Bedeutung des direkten Austausches und der kommenden Entscheidungen hervor. Besondere Aufmerksamkeit galt den Risiken durch die geopolitischen Schwankungen – insbesondere den unvorhersehbaren Änderungen bei den amerikanischen Zöllen – wodurch die Geschäftsbeziehungen und die Rohstoffpreise beeinflusst würden. Simon Codourey, Kursleiter und Chefexperte, ehrte die beiden Westschweizer Lernenden, die 2024 ihr EFZ erhalten hatten und hob die andauernde Zunahme der Beschäftigten hervor. Die Gespräche drehten sich vor Allem um die beobachteten Spannungen auf den Märkten für Rundholz, Nadelholz und Laubholz, sowie um die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit unter den Akteuren des Sektors. Im Zusammenhang mit dem Energiewandel hat diese Veranstaltung ermöglicht, die Grundlagen für eine nachhaltige und koordinierte Entwicklung zu legen, die mit den aktuellen Herausforderungen des Baugewerbes Schritt hält.
Die Fédération Romande des Entreprises de Charpenterie, d’Ebénisterie et de Menuiserie (FRECEM) hat am 16. Mai 2025 eine Delegiertenversammlung in Salvan abgehalten, an der sich die wichtigsten Akteure der Branche einen Tag lang austauschen konnten. Die Arbeit konzentrierte sich in erster Linie auf die Reform der Grundbildung und der höheren Berufsbildung, auf die bevorstehende Digitalisierung der Lehrunterlagen im Zimmereisektor, sowie die Förderung der Berufe des Sektors. Laurent Derivaz, der kürzlich eingesetzte und aus der Region stammende Direktor, präsentierte den Tätigkeitsbericht 2.0. Dieser stellte insbesondere die erhöhten Bemühungen im Kommunikationsbereich des Verbandes hervor. Zudem wurde auf die Partnerschaften hingewiesen, die die Sichtbarkeit des Schweizer Holzes beim Bau stärken sollen und die Fachkompetenz der Westschweizer Fachleute wurde ebenfalls betont. Florian Piasenta, Gemeindepräsident von Salvan-Les Marécottes, hat seinerseits die nachhaltigen Initiativen der Region hervorgehoben, ebenso wie die strategische Rolle des Tals bei der Entwicklung der Holzindustrie. Das Tal des Trients, zwischen Erbgut und Dynamik, hat den Teilnehmenden einen besonders geschätzten Rahmen geboten.
Am 29. August fand schliesslich die Delegiertenversammlung der Fédération suisse romande des entreprises de plâtrerie-peinture (FREPP) in Grimentz statt. Sie konnte 142 Teilnehmende verzeichnen. Darunter befanden sich 30 Neu-Diplomierte und 25 Mitglieder des Walliser Maler- und Gipsermeisterverbandes (WMGV). Bei dieser Gelegenheit haben Didier Morand, der Vizepräsident der Grossen Rates, sowie Marco Taddei, der Direktor der Westschweizer Antenne des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes (SAV) das Wort ergriffen. Nach den statutarischen Themen konnten die Teilnehmenden einen geselligen Moment im Espace Weisshorn, das per Kabinenbahn erreichbar war, verbringen. Dieser herausragende Rahmen trug zur Qualität des Austauschs bei.
























