Wir festigen das Fundament und vereinen die Kräfte, um die Zukunft vorzubereiten.

Der Walliser Handwerkerverband nimmt in der Wirtschaftswelt unseres Kantons einen besonderen Platz ein. Er ist sowohl die Referenz für die Berufe des Ausbaugewerbes, der Ansprechpartner des Vertrauens für die Unternehmen und ein Kompetenzzentrum im Dienst der Berufsverbände.

Das vergangene Jahr war geprägt von wichtigen Projekten zur Verfestigung und Strukturierung. Wir wollten den Grundbau unserer Einrichtung verstärken, um uns die Mittel zu geben, kohärent, wirkungsvoll und ehrgeizig in einer zunehmend fordernden wirtschaftlichen und reglementarischen Umwelt zu handeln.

Auf der institutionellen Ebene ermöglichte die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsrat und Direktion unsere Ausrichtung zu klären und das Führungssystem unserer Organisation zu stärken. Diese vereinte Dynamik bildet das unabdingbare Fundament zur Begleitung der Unternehmen und der Berufsverbände in einem Sektor, der vielen Herausforderungen gegenübersteht: Entwicklung der reglementarischen Rahmen, zunehmender administrativer Druck, Fachkräftemangel, oder auch der digitale Wandel.

In diesem Zusammenhang war das vergangene Jahr auch von einer bedeutenden institutionellen Entwicklung geprägt: seit dem 1. Januar 2025 ist die AHV-Agentur MEROBA eine eigenständige rechtliche Einheit, getrennt vom Handwerkerverband. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat diese Änderung gefordert, um die juristischen Strukturen und das Führungssystem der betroffenen Einrichtungen abzuklären. Diese Neuerung ändert jedoch keinesfalls die Qualität unserer Beziehungen, noch die über die Jahre hinweg zwischen unseren Institutionen entwickelten operativen Synergien. Im Gegenteil, sie eröffnet eine neue Möglichkeit klare, wirksame und dauerhafte Kooperationen zu festigen – stets mit Blick auf den Mehrwert für unsere Mitgliedsunternehmen.

Dieser Wille zur Eindeutigkeit und Kohärenz zeigt sich ebenfalls in der Einführung unserer neuen institutionellen Identität. Diese verkörpert die Modernisierung unserer Organisation und vermittelt zugleich eine einfache Überzeugung: die Berufe des Ausbaugewerbes sind ein unentbehrlicher Antrieb der Walliser Wirtschaft. Unsere Aufgabe dabei, ist ihnen die Rahmenbedingungen und die nötige Begleitung für eine dauerhafte Fortentwicklung zur Seite zu stellen.

Im Hinblick darauf, setzen wir den Ausbau unserer digitalen Kollaborationsplattform myBM fort. Dieses Werkzeug, das zur Vereinfachung des Verwaltungs- und Sozialmanagements der Unternehmen geschaffen wurde, stellt mittlerweile einen zentralen Punkt unserer Dienstleistungspalette dar. Gleichzeitig eine Plattform zum Austausch mit den Unternehmen, eine Lösung zum Zeitmanagement und eine Hilfe zur Einhaltung der Gesamtarbeitsverträge, spiegelt myBM unseren Willen, konkrete Antworten auf reale Bedürfnisse zu liefern.

Die im vergangenen Jahr verwirklichten Entwicklungen und die auf den Rückmeldungen der Nutzer basierenden Verbesserungen ermöglichen heute diese IT-Lösung für die Mitgliedsunternehmen schrittweise zu erweitern.

Parallel dazu haben wir die eingeleitete Arbeit an der Vision BM 2030 fortgesetzt. Diese soll den Handwerkerverband dauerhaft als die Referenz des Ausbaugewerbes im gesamten Kanton verankern. Dieser Ehrgeiz stützt sich auf mehrere klare Achsen: unsere Position in allen Regionen des Wallis stärken, massgerechte Dienste für die Bedürfnisse der Unternehmen schaffen, unsere Rolle der Interessenverteidigung der Arbeitgebenden zu verfestigen und unseren Einsatz zugunsten der Berufsbildung und des Nachwuchses zu vertiefen.

In einem Zusammenhang, in dem die Verfügbarkeit von Fachpersonal eine der grossen Herausforderungen unserer Branchen darstellt, bleibt das Engagement des Handwerkerverbands für die Ausbildung mehr denn je vorrangig. Der Fortbestand unserer Berufe wird durch den Ansatz der wichtigsten Hebel gewährleistet – die Berufslehre unterstützen, die Berufe aufwerten und passende Weiterbildungsangebote für die Unternehmen schaffen.

Über die Projekte und Werkzeuge hinaus, hat uns das vergangene Jahr in unserer Überzeugung bestätigt: der Erfolg unserer Einrichtung angesichts der Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, hängt vor allem von unserer Fähigkeit ab gemeinsam zu handeln. Der Walliser Handwerkerverband ist eine kollektive Organisation, die von ihren Verbänden, ihren Mitgliedsunternehmen und ihren Partnern getragen wird. In einer immer komplexeren Umwelt stellen die Einigkeit, das Vertrauen und die Fähigkeit unsere Stärken zu bündeln, die wichtigsten Pluspunkte dar.

In diesem Geiste haben wir für 2026 ein klares Ziel festgelegt: «zusammenarbeiten, um auszubauen» Dieser Weg zeigt den Willen unseres Handwerkerverbands, die Synergie zwischen den verschiedenen Partnern zu stärken und eine entschieden proaktive Haltung bei der Umsetzung unserer Aktivitäten einzunehmen. Dazu planen wir insbesondere die Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden auszubauen, unsere Präsenz bei den Unternehmen zu steigern und uns aktiver für die Anwerbung neuer Kunden für unsere Sozialkassen und die anderen Dienstleistungen unseres Verbands einzusetzen.

Dieses Vorgehen zielt nicht nur auf Wachstum. Es zeigt, dass wir vor allem das kollektive Modell im Dienst der Unternehmend des Ausbaugewerbes vergrössern möchten und dabei im weiteren Sinne die Walliser Wirtschaft.

Schliesslich sollte auch das Grundelement der DNA des Handwerkerverbands nicht unbeachtet bleiben: unsere Einrichtung wird von den Unternehmensleitern, für die Unternehmensleiter getragen, ausgerichtet und geführt. Die Orientierungen, die wir wählen, werden nicht von einer administrativen oder theoretischen Logik geleitet, sondern von der Wirklichkeit vor Ort. Hinzu kommt auch die konkrete Erfahrung derjenigen, die Geschäfte machen, ausbilden, investieren und jeden Tag ihre Verantwortung wahrnehmen.

Bevor ich zum Abschluss komme, möchte ich all denjenigen danken, die dazu beitragen, unsere Einrichtung lebendig zu halten.

Mein Dank gilt zuallererst unserem Präsidenten Vincent Bonvin, sowie allen Mitgliedern des Verwaltungsrats für ihren Einsatz und das der Direktion entgegengebrachte Vertrauen.

Ebenso danke ich den Berufsverbänden, den Mitgliedsunternehmen, den institutionellen Partnern und den Kunden unserer Sozialkassen für ihren Wohlwollen und ihre Mitarbeit.

Abschliessend möchte ich allen Mitarbeitenden des Walliser Handwerkerverbands meine Dankbarkeit übermitteln. Sie tragen täglich mit ihrem Professionalismus, ihrem Einsatz und ihrer Dienstbereitschaft zur Qualität der Leistungen bei, die wir den Walliser Unternehmen bieten.

Im Kollektiv, mit ebendiesem Einsatzwillen und Verantwortungsbewusstsein, werden wir den Handwerkerverband im Dienst der Berufe, der Unternehmen und der Wirtschaft unseres Kantons weiter voranbringen.

David Genolet

Generaldirektor

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