bauenwallis.

bauenwallis wurde im Jahr 2003 als Dachorganisation aller Akteure des Baugewerbes im Wallis gegründet. Dazu gehören die Unternehmen im Bauhauptgewerbe, im Ausbaugewerbe und spezialisierte Auftraggeber. Als Mitglied von constructionromande und von bauenschweiz bildet die Organisation ein strategisches Bindeglied für den Walliser Handwerkerverband bei sämtlichen Fragen zur Bautätigkeit und zwar sowohl auf kantonaler wie eidgenössischer Ebene.

Die Organisation hat eine doppelte Aufgabe: die Koordination der Aktionen seiner Mitgliedsverbände und die Interessenvertretung der gesamten Branche – vom Konzept bis zur Verwirklichung. Dabei dient bauenwallis auch als wichtigste Plattform für die gemeinsamen politischen, reglementarischen und wirtschaftlichen Themen der Branche, indem sie einheitliche und pragmatische Lösungen für die Herausforderungen, denen die Berufe gegenüberstehen, anbietet.

Die Baubranche stellt eine wichtige wirtschaftliche Säule für den Kanton dar. Sie erzeugt rund 3 Milliarden Franken Umsatz und bietet fast 25 000 Arbeitsplätze, was ca. 15 % des kantonalen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Diese wirtschaftliche und soziale Last muss immer wieder aufs Neue gestemmt, unter Beweis gestellt, verteidigt und sowohl bei den Behörden wie der breiten Öffentlichkeit in den Vordergrund gerückt werden.

Als im Jahr 2025 das internationale Umfeld immer mehr von wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit bewegt wurde, hat die Walliser Wirtschaft ihre Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. So konnte das reale BIP des Wallis 2025 weiterwachsen: mit 0,8 %, war dieses Wachstum jedoch gemässigter als schweizweit (CH 2025: 1,4 % unter Ausnahme der grossen Sportereignisse) und in den anderen Bergkantonen (2025: 1,0 %).

In diesem global stabilen wirtschaftlichen Zusammenhang hat das Baugewerbe sein Tätigkeitsniveau aufrechterhalten und bleibt ein wichtiger Motor der kantonalen Wirtschaft. Dennoch steht es mehreren strukturellen Herausforderungen gegenüber. Dazu gehören insbesondere der anhaltende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, der von den Baukosten ausgehende Druck, sowie das ungenügende Wohnangebot in manchen Regionen des Kantons. Diese Situation wird durch die immer längeren und komplexeren Prozeduren zum Erhalt einer Baubewilligung noch verschärft, denn sie bereitet der Branche viel Kopfzerbrechen.

In diesem Zusammenhang wird die Fähigkeit der Branche mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen und ihre Positionen untereinander abzustimmen, zu einem entscheidenden Faktor.

bauenwallis stellt hierbei die Plattform für Dialoge und Koordinierung zwischen den verschiedenen Berufen des Sektors dar. Dadurch wird der Zusammenhalt gestärkt, ebenso wie die Sichtbarkeit der Branche.

Im Zentrum der Prioritäten bleiben folglich die Attraktivität der Bauberufe und der Berufsnachwuchs. Die spezifische Demografie des Wallis sowie die Saisonabhängigkeit bestimmter Berufe erfordern die Zusammenarbeit mit den Berufsorganisationen, den Behörden, Sozialpartnern und Bildungseinrichtungen. Nur so können Berufungen entdeckt und das Fortbestehen der Branche gewährleistet werden.

Um all dies effizient zu stemmen, stützt sich bauenwallis auf ein anpassungsfähiges und reaktives Führungssystem, in dessen Mitte ein strategischer Vorstand wirkt. Daneben gibt es spezialisierte Kommissionen, in denen dem jeweiligen Zweck angepasste Expertisen gebündelt werden. Diese Organisation kann schnell analysieren und effiziente Stellungnahmen abgeben, wenn die Interessen des Sektors auf dem Spiel stehen.

Ihre Aktionen bauen auf drei sich ergänzenden Achsen:

Die Wirtschaftslobby: Mittels von Stellungnahmen zu makroökonomischen Themen begleitet sie die gesetzgeberischen Vorgänge mit Bezug zur Branche.

Die Lobbyarbeit im Inneren: Sie soll die einzelnen Stellungen und Handlungsrichtungen der Mitgliedsverbände koordinieren.

Die Politiklobby: Sie wirkt durch eine aktive Präsenz bei den kantonalen Behörden und durch die Teilnahme an den Beratungen, den öffentlichen Diskussionen und der parlamentarischen Arbeit.

Der Walliser Handwerkerverband spielt eine Hauptrolle bei bauenwallis, dessen Vorsitz er noch bis Juni 2026 innehat. Dabei trägt er aktiv zur Verstärkung des Zusammenhalts und der Sichtbarkeit der Baubranche im Wallis bei. Er handelt als gemeinsame Stimme des Sektors gegenüber den kantonalen Behörden, wobei er sich die Möglichkeit vorbehält, spezifisch einzugreifen, wenn es um direkte Interessen der Berufe des Ausbaugewerbes geht.

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